Nachhaltige Entwicklung eines neuen Waldes in Soltau
25.08.2026, Wo früher Ackerflächen waren, ist über die Jahre ein vielfältiger junger Mischwald entstanden. Auf rund 22 Hektar zeigt sich heute, wie Ausgleichsmaßnahmen langfristig neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen können.
Wenn man an die Stadtentwicklung Soltaus denkt, haben viele Menschen zunächst neue Wohn- oder Gewerbegebiete im Sinn. Stadtentwicklung findet jedoch auch im Einklang mit der Entwicklung ökologisch wertvoller Ausgleichsflächen statt, betont Geschäftsführer Olaf Hornbostel. Ein gutes Beispiel dafür ist die nachhaltige Entwicklung neuer Waldflächen im Soltauer Stadtgebiet im Bereich „Auf dem Hoyn“.
Als die Stadt Soltau und die AWS Anfang der 2000er-Jahre die Entwicklung des Gewerbe- und Industriegebiets Soltau Ost III vorantrieben, war dies ein bedeutender Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Für die Erschließung mussten Flächen verändert und vor allem Kiefernwald gerodet werden. Damit war ein Eingriff in Natur und Landschaft verbunden, für den umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen notwendig waren. Diese wurden von der AWS umgesetzt.
Ein wichtiger Teil dieser Maßnahmen bestand darin, neuen Wald zu schaffen. So wurden unter anderem rund 22 Hektar im Bereich „Auf dem Hoyn“ für eine Aufforstung vorgesehen. Auf den ehemaligen Ackerflächen wurde neuer Laubwald angelegt. Gepflanzt wurden verschiedene heimische Baumarten wie Eichen, Buchen, Bergahorn und Vogelkirschen.
Heute ist von den ehemaligen Ackerflächen kaum noch etwas zu erkennen. Über die Jahre hat sich dort ein vielfältiger junger Mischwald entwickelt. Die einst gepflanzten Bäume sind zu einem grünen Bestand herangewachsen, in dem sich die Natur zunehmend ihren Raum zurückerobert. Was damals als Ausgleich für einen Eingriff in die Landschaft begann, ist heute ein lebendiger Wald und ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen.
Auch Naturfreunde und Spaziergängerinnen und Spaziergänger haben den jungen Wald inzwischen als neuen Erholungsort für sich entdeckt.